Wofür Buchholz steht, ist bekannt: Für tages-aktuelles, politisches Hardcore-Kabarett mit analytischer Hintergrund-Durchleuchtung. Zugleich steht er für hinterhältiges, hintersinniges Sprachspiel.„Kabarett vom Feinsten und Gemeinsten“, schreibt die „Zeit“. „Wortakrobatik ohne Netz aber mit doppeltem Boden“, so die „Berliner Zeitung“. Nachdem Buchholz alle wichtigen Kabarett- und Kleinkunstpreise in Deutschland schon längst abgeräumt hat, auch die im halbwegs deutschsprachigen Ausland, steht er mit seinem neuen Programm auf der Bühne. Einer, der einen Standpunkt hat, zur Not auch mehrere, denn ein Standpunkt ist für ihn ein Ausgangspunkt; kein Stehpunkt also, sondern ein Gehpunkt. Und er kann auch anders: Er spickt seine Programme mit gelegentlichen Ausflügen ins Poetische, gibt sich selber das Tagesbefehl: Geh! Dichte! „Einer, der bei Tucholsky, Morgenstern, Ringelnatz und Brecht gelernt hat, und einen ganz eigenen ironisch-absurden Ton findet.“ (NDR).

 
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Alles in bester Verfassung?

Das Grundgesetz nach 70 Jahren aktuell in letzter Lesung - eine Satire Verschreibung

Martin Buchholz hat zwar angekündigt, kein neues Programm mehr zu schreiben, dafür hat er mal wieder ein Buch (neu) verfasst – und zwar über unsere Verfassung. Daraus liest er, doch wer Buchholz kennt, weiss, dass es beim Lesen nicht bleibt. Er zelebriert seine Texte und kümmert sich bei seinen aktuellen Assoziationen nicht um Vor-Schriften, auch nicht um seine eigenen. Eine hinterlustige und -listige Satire-Verschreibung über 70 Jahre Grundgesetz und über eine gegenwärtige Zukunft.

„Was der Mann mit unseren Gehirnwindungen anstellt, ist atemberaubend“, schreibt die „Berliner Zeitung“. Atemberaubend vielleicht – jedoch nicht freiheitsberaubend. Im Gegenteil: Als Vordenker, der lachend zum Nachdenken anstiftet, verschenkt er Gedankenfreiheit. Wer allerdings unter Gedankenfreiheit lediglich versteht, dass man frei ist von Gedanken, der sollte sich besser vor die Glotze entertainen lassen und um Buchholz einen großen Bogen machen. Alle anderen erwartet ein Lust- und Liebesspiel mit der deutschen Sprache und undeutschen Gedanken.

Martin Buchholz wurde 1942 im Berliner Wedding geboren. Seine berufliche Karriere begann er 1961 als Reporter und  Redakteur. Er schrieb für die Berliner Nachrichtenmagazine „Abend“, das „Volksblatt“, außerdem für den „Spiegel“ und den „Stern“. Bereits in dieser Zeit bestachen seine Artikel durch überaus scharfsinnige Sprach-Jonglagen. Danach wurde er Mitherausgeber des „Berliner Extra-Dienst“ für die außerparlamentarische Opposition. Außerdem war er Ressortleiter des Kulturteils bei der „Neuen“ und  Text-Chef bei „Pardon“. Zuletzt war Martin Buchholz Ökologie- und Wirtschaftsredakteur bei „konkret“, bevor er nach 20 Jahren am Redakteurs-Schreibtisch auf die Bühne stieg. 1982 - 2018 war der „böseste und zugleich witzigste Wortwerker“ unserer Republik regelmäßig auf Deutschlands Bühnen zu sehen. Nebenbei publiziert Buchholz seine Satire auch in gedruckter Variante als Kolumnen und in Buchform. Im Internet veröffentlicht er seine Newsletter. Alle wichtigen Kabarett- und Kleinkunstpreise hat er abgeerntet. Heute lebt der Kabarettist, Journalist und Autor mit seiner Partnerin, Harriet Eder, in Berlin-Nikolassee und Mittelsachsen. Seine Bühnenkarriere hat er am 27.01.2018 mit einer letzten Vorstellung seines Programms „Alles Lüge- kannste glauben!“ beendet. Insofern ist es eine besondere Ehre, dass er sein Publikum nun doch noch einmal ausnahmsweise mit zwei Vorstellungen erfreut. Der Anlass – 70 Jahre Grundgesetz – ist einfach zu gewichtig, um ihn kommentarlos verstreichen zu lassen. 

 

 

Werke

1993 Die Deutsche Verfassung | Droemer Knaur Verlag
1994 Man wird sie eine Männin heißen | Eder Verlag
1997 Das Schweigen der Belämmerten | Eder Verlag
2001 Stille Tage im Klischee | Parthas Verlag
2004 Stupid white GerMan | Wostok Verlag
2007 Deutsches Wortissimo | Wostok Verlag
2011 Geh! Denken! – Geh! Dichte! | Wostok Verlag

CD

2002 Machs mir noch einmal Wüstling | M.B. Pool Music + Media Service
2003 The miesest and the Fiesest of … | M.B. Pool Music + Media Service
2005 Freiheit für Angela! | M.B. Pool Music + Media Service
2006 Dialekt mich am Patriarsch! | M B. Pool Music + Media Service
2007 Noch eins drauf! | M B. Pool Music + Media Service
2009 Ich bin dann mal da | M B. Pool Music + Media Service
2011 Mißverstehen Sie mich bitte richtig! | M B. Pool Music + Media Service

DVD

2011 Ich gebs ja zu | Film-Music-Video Marcus Herold

Martin Buchholz, geboren im Jahr des deutschen Heils 1942 zu Berlin-Wedding. Seit 1961 Reporter und Redakteur, zunächst in Berlin beim „Abend", dann beim „Volksblatt" und bei Augsteins unselig entschlafenem „Heute"-Experiment, zwischendurch bei „Spiegel" und „Stern", danach Mitherausgeber des „Berliner Extra-Dienst" (die Zeitung der außerparlamentarischen Opposition), dann Ressortleiter Kultur bei der „Neuen" und Text-Chef bei „Pardon", zuletzt Ökologie- und Wissenschaftsredakteur bei „konkret".

Seit Herbst 1982, nach 20 Jahren am Redakteurs-Schreibtisch, veröffentlicht er sich auf der Bühne. Außerdem publiziert er auch in gedruckter Form, als satirischer Schriftsteller. Er ist Mitglied im Deutschen PEN-Zentrum. Jede Woche erscheint eine aktuelle Buchholz-Satire, der „Wochenschauer".

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