Sie ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin, die auch als Musikerin und Autorin überzeugt, engagiert sich darüber hinaus für UNICEF, Amnesty International und für eine offene Gesellschaft und Menschenrechte, besonders für die Verbesserung der Rechte von Mädchen und Frauen.

Katja Riemann wurde in der Nähe Bremens geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie zuerst Tanz in Hamburg, bevor sie in Hannover sowie in München Schauspiel studierte. 1985 gab sie ihr Filmdebüt in Peter Beauvais‘ Fernsehmehrteiler „Sommer in Lesmona“, wofür sie den Grimme-Preis in Gold erhielt. Für ihre Hauptrollen in „Abgeschminkt“ und „Ein Mann für jede Tonart“ erhielt sie 1994 den Bayerischen Filmpreis, im selben Jahr bekam sie den Bambi für die Hauptrolle in „Der bewegte Mann“. Es folgten weitere Filmpreise für „Stadtgespräch“, „Die Apothekerin“, „Nur über meine Leiche“ und „Bandits“. Bei den Filmfestspielen von Venedig bekam sie den „Coppla Volpi“ als beste Hauptdarstellerin in Margarete von Trottas „Rosenstrasse“ (2003). Ein Jahr später folgte ein weiterer Deutscher Filmpreis für „Agnes und seine Brüder“, ein Bambi für „Ein fliehendes Pferd“ (2007) und der Grimme-Preis für den Fernsehfilm „Das wahre Leben“ (2009). Im Jahre 2013 erhielt sie für „Das Wochenende“ den Preis des Regieverbandes als beste Schauspielerin. 2011 sorgte sie erneut international für Aufsehen in „Der Verdingbub“. Sie gehört zum Ensemble des Autors und Regisseurs Bora Dagtekin, mit dem sie die Erfolgskomödien „Türkisch für Anfänger“ und „Fack ju Göthe“ 1 bis 3 drehte.

Seit 2000 ist sie UNICEF-Patin, unterstützt Amnesty International und engagiert sich für eine offene Gesellschaft und Menschenrechte, besonders für die Verbesserung der Rechte von Mädchen und Frauen. Für ihr Engagement erhielt sie 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2016 den Bad Iburger Courage-Preis. Im Februar 2020 erscheint ihr Buch „Jeder hat. Niemand darf.“ beim S. Fischer Verlag.